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Quelle: Main-Netz, 17.7.10

 

Leserwanderung: Mit Mama, Papa, Oma und Opa auf Spessart-Tour
 
Ausgestattet mit Rucksäcken, Wurstbroten, Äpfeln und Regenjacken sind am Sonntag rund 40 Leser unserer Zeitung zur Erkundungstour in den Spessart aufgebrochen. Treffpunkt zur Familienwanderung war am Vormittag die Gaststätte Echterspfahl zwischen Weibersbrunn und Mespelbrunn-Hessenthal im Kreis Aschaffenburg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilderserie: Matthias Schwind

 

Eingeladen zur Tour duch den Wald unter dem Motto »Heimat entdecken mit der Familie« hatten der Spessartbund und unsere Zeitung. Etwa 15 Kinder waren mit Eltern und Großeltern gekommen. Die jüngste Teilnehmerin: die vierjährige Marlena aus Aschaffenburg. Justyna Fritzsche (33) aus Hösbach-Bahnhof und Morgane Bannöhr (35) aus Waldaschaff hatten für die Kleinen ein Programm zusammengestellt. Die beiden Frauen sind Kräuter-Pädagoginnen und Wanderführerinnen im Spessartbund.

 

Zusammen erkundeten die Teilnehmner auf der viereinhalbstündigen Tour vier Kilometer des Weibersbrunner Kulturwanderwegs »Durch Mondglas zu Weltruhm«. Sie erfuhren, dass früher im Spessart Glas für Fenster und Gläser hergestellt wurde und weltbekannt war.

 

Die Kinder bekamen ein Waldbuch, in das sie ihre Entdeckungen malen und schreiben konnten. Buche, Eiche, Tanne, Lärche: Mit Spielen lernten sie verschiedene Baumarten kennen. Zudem gab es Informationen über Umweltschutz und die heilende Kraft der Kräuter. Auch das Austoben kam nicht zu kurz.

 

Die nächsten Leserwanderungen von Spessartbund und Main-Echo: Sonntag, 12. September, und Sonntag, 17. Oktober.

msd

 

 

 

Quelle: Pablo - Magazin, Ausgabe 3/10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Offenbach-Post , 26.7.10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Bürgerblatt Rodgau, vom 7.7.10

 

Dudenhöfer Kräuterwanderung ein voller Erfolg

 

Angesichts der heißen Temperaturen an den Vortagen waren der

Gewerbeverein Dudenhofen und der Wanderclub „Edelweiß“ Dudenhofen als gemeinsame Veranstalter am Sonntagmorgen etwas skeptisch, wie viele Rodgauer Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Kräuterwanderung rund um die Dudenhöfer „Gänsbrüh“ angemeldet hatten, auch tatsächlich kommen würden. Umso erfreuter zeigten sich die Vorsitzenden Berthold Schüßler (Gewerbeverein) und Petra Haller (Wanderclub), dass rund einhundert Interessierte, darunter auch eine Reihe von Familien inklusive Nachwuchs, sich am „Edelweiß“- Wanderhaus einfanden. Aber im Wald, umgeben von hohen Bäumen, war es auch durchaus angenehm.
Zunächst begrüßte Berthold Schüßler die Kräuterfreunde. „Die ist jetzt ein erster Versuch, aber ich kann mir gut vorstellen, dass die Kräuterwanderung ein fester Bestandteil im Rodgauer Terminkalender
wird.“ Petra Haller hofft, dass der eine oder andere auch Freude am allgemeinen Wandern findet. Justina Fritzsche („Wildkräuter begleiteten mich schon als Kind“) und Morgane Bannöhr („Ich lernte schon
früh den Unterschied zwischen Gemüse und ‘Un-Kraut‘ kennen“), beide Kräuterpadagoginnen und
Wanderführerinnen im Spessartbund, führten die beiden Gruppen (die anwesenden Teilnehmer wurde
in etwa gleichmäßig aufgeteilt) anschließend über die Wiesen und durch den Wald rund um die „Gänsbrüh“.
Die Teilnehmer zeigten sich erstaunt, wie viele verschiedene Kräuter in der unmittelbaren Umgebung
eigentlich wachsen. Und vor allem, wie viele davon eine gesunde oder belebende Wirkung
haben. Nach gut zwei Stunden – gefüllt mit jeder Menge Wissenswertes – kamen die Kräuterwanderer
zur Abschlussrast auf das Waldfest des AGV „Volkschor“. Alle Teilnehmer waren von der Führung begeistert und hoffen nun auf eine Fortsetzung. Auch ein Kochkurs mit Wildkräutern steht auf der Wunschliste ganz oben.

 

 

Quelle: Main-Echo, Ausgabe Alzenau vom 27.4.10

(weitere Bilder im Fotoalbum)

 

Löwenzahn-Quark und Un-Kräuter-Pfannkuchen

 

"Unkraut im Garten – Vielfalt auf dem Teller" lautete das Motto am

Freitagabend im Alzenauer Kräutergarten.

Justina Fritzsche und Morgane Bannöhr konnten beim ersten Gartentreff bei schönstem Wetter zahlreiche Frauen und einige Herren zu einem Workshop Kräutersuchen und anschließend zu leckeren Gerichten zu bereiten, begeistern.

Zuerst wurden bei einem Rundgang im Kräutergartengelände ausgesuchte Wildkräuter geerntet und von den Kräuterpädagoginnen deren Verwendungsart erklärt. In kleinen Gruppen wurden anschließend vorzügliche Gerichte wie Löwenzahn-Quark, Hopfenspargel, Beinwellschnitzel, Un-Kräuter-Pfannkuchen dazu gehörte natürlich auch noch die Kräuterbutter und der Kräuterfrischkäse zubereitet. Natürlich durfte auch ein Getränk dazu nicht fehlen, eine Gruppe hatte eine Giersch – Limonade zubereitet. Am großen Tisch unter der Pergola waren die Kräuterpädagoginnen voll des Lobes über den herrlich gedeckten Tisch mit den sogenannten Unkräutern. Fazit des Abends: Dass man aus solchem Unkraut so gutes Essen herrichten kann, dazu diese Unkräuter noch die Gesundheit fördern können, haben wir bis heute nicht gewusst.

(Bild und Text: OGV Alzenau)

 

 

 

 

Quelle: Von Snezana Linten, Noblesse Aschaffenburg 4/09
 

Altes Wissen in neuer Form:

 

Die Kräuterhexen und Medizinmänner von heute

 

Ob Kräuterhexe, Schamane, Medizinmann, Druide, weise Frau oder Hebamme: Eines hatten diese mystisch klingenden „Berufstitel“ alle gemeinsam: Sie bedienten sich des Wissens um die nutzbringende Anwendung von Kräutern. Die Methoden, mit denen sie so manches Kraut an den Mann und die Frau gebracht haben, kommen uns heute seltsam vor – besonders, wenn Zaubersprüche und Beschwörungen mit im Spiel waren. Gerade diese Formeln und Zeremonien waren es vermutlich, die viel Zweifler auf den Plan gerufen haben. Heute finden immer mehr Menschen zurück zu diesem uralten Wissen.                                                                                                                                                                                              Von Snezana Linten

 

 

Die Natur zunutze machen
   und von Tieren lernen

Die ersten schriftlichen Nachweise über die Nutzung von Kräutern finden sich in einem chinesischen Heilpflanzenbuch aus dem Jahre 3700 (!) vor Chr. Ein großer Teil der traditionellen chinesischen Medizin beruht auf Jahrtausende alten Kenntnissen von hilfreichen Pflanzen. Den Menschen blieb auch – in Ermangelung moderner Medizin – gar nichts anderes übrig, als die Kräfte der Natur zu nutzen. Dabei half ihnen u. A. die Beobachtung von Tieren, die auch heute noch bei Beschwerden instinktiv das passende Kraut fressen. So kauen Gorillas bei einer offenen Wunde bestimmte Pflanzen und geben den Brei darauf. Und Stachelschweine in Tansania fressen eine bestimmte Art von Wurzeln, wenn sie Durchfall haben.

Naturvölker betrachten Erde,
   Pflanzen und Steine als lebende Materie

Durch Aufzeichnungen und archäologische Funde wissen wir heute, dass Heilpflanzen in den alten Hochkulturen überall auf der Welt eine wichtige Rolle gespielt haben. Auch bei den Inkas, den Ägyptern, den Griechen und den Römern gehörte die Verwendung von Kräutern zum Alltag: Speisen wurden mit ihnen verfeinert, Kosmetika hergestellt und Mensch und Tier damit geheilt. Erforschungen der wenigen noch existierenden Naturvölker bestätigen diese Vermutung.

(Un-)Kraut vergeht nicht:
   Die Kräuterpädagogen®

Die Ausbeutung der Ressourcen, Überbevölkerung, Umweltbewusstsein, all dies sind Gründe für immer mehr Menschen, sich auf ihren Ursprung als Teil der „Naturkette“ zu besinnen. So gibt es heute u.A. die sogenannten Kräuterpädagogen, die das althergebrachte Wissen über Wildpflanzen und deren Verwendung mit Erkenntnissen unserer heutigen Zeit verbinden. Was heutzutage meist als „Unkraut“ verhasst ist, spielt hier vor allem in kulinarischer, aber auch in volksheilkundlicher, ökologischer und künstlerischer Sicht eine wichtige Rolle. Ziel ist es, Menschen für die Zusammenhänge in der Pflanzenwelt und die Vielfalt unserer Natur- und Kulturlandschaft zu begeistern. In Kursen, wie sie z.B. von der „Kräuter-Drey“ angeboten werden, lernen Teilnehmer durch achtsames Kennenlernen der einzelnen Pflanzen und der ökologischen Zusammenhänge die Natur als schützenswerten Lebensraum wahrzunehmen.

Wild und Wildkräuter –
   Natur erleben, Natur erhalten

Mit der schonenden Entnahme von Pflanzen erhalten wir die für uns Menschen wichtige Fruchtbarkeit der Flächen und sichern damit unsere Lebensgrundlage. Jäger sorgen dafür, dass die Anzahl des Wildes dem Lebensraum angepasst bleibt. Das Wild wiederum selbst ist angewiesen auf eine nicht intensiv bewirtschaftete Landschaft. „Wildfleisch ist im Grunde genommen „veredeltes“ Wildkraut“, erklärt die Waldaschafferin Morgane Bannöhr, eine der „Kräuter-Drey“-Damen. „Beides, Wild und Wildkraut, ist die ursprünglichste Form unserer Ernährung, und sie stehen für kurze Transportwege, Frische und Qualität. Diese zu vereinen hat einen besonderen kulinarischen Reiz“, erklärt die staatlich zertifizierte Kräuterpädagogin. www.die-kraeuter-drey.de.

 

 

 


 

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Die Kräuter-Drey : Justina Fritzsche - Morgane Bannöhr - Heike Maringer  | info(at)die-kraeuter-drey.de